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Denkmalpflege Christoph Schläppi
     
     
     
Obwohl der Wert überkommener Strukturen in der gebauten Umwelt nirgends bestritten wird, und obwohl die Monumentalität zu den Ur-Eigenschaften der Architektur (der "öffentlichsten", "permanentesten" Disziplin der Künste) gehört, tun wir uns im Umgang mit Denkmälern schwer. Berührungsängste und mangelndes Detailwissen, wirtschaftlicher Druck und institutionelle Barrieren schrecken oft davon ab, einen unbefangenen, kreativen Umgang mit Denkmälern zu pflegen. Die Intervention der Denkmalpflege erfolgt zudem oft zu einem für ein Projekt ungünstigen Zeitpunkt. Die daraus entstehenden Konfrontationen sind für ein Denkmal selten förderlich.

Nur aus seiner Substanz heraus kann kein Denkmal leben - es bedarf der Akzeptanz. Wo einerseits leicht Begeisterung für kulturgeschichtlich begründbare Werte geweckt werden kann, wird andererseits Verständnis für wirtschaftliche und gestalterische Überlegungen zu finden sein. Nur aus dem Klima der Kooperation entsteht jener Prozess der Aneignung, der dafür sorgt, dass ein Denkmal im Leben aufgehen wird.